zeuglos

Hallo, ich bin Anna.

Minimalismus heißt für mich: Nur Dinge besitzen, die einen Platz in meinem Leben verdienen.

Anna mit einer leeren Schachtel in den Händen

Meine Geschichte

Ich bin in einer großartigen Familie aufgewachsen, mit sehr viel Spaß, Kreativität und Liebe, aber auch mit sehr viel Zeug. Unsere Wohnung war vollgeräumt mit den Besitztümern von sechs Menschen, und kurzfristig Gäste einzuladen war keine Option. Vor jeder Party habe ich zwei Tage lang aufgeräumt.

Mit dem Umzug unserer Familie von einer Wohnung in ein Haus kam ein Neustart und mehr Platz, den wir im Handumdrehen wieder gefüllt haben.

In meiner ersten eigenen Wohnung schlich sich dasselbe Muster ein. Ich habe gemerkt: Wenn ich nicht aktiv gegensteure, geht mir der Platz aus.

Am Anfang habe ich mich nur widerwillig von Dingen getrennt, immer mit denselben Gedanken im Kopf: Das könnte ich doch noch brauchen, das hat doch Geld gekostet. Erst als ich online auf das Thema Minimalismus gestoßen bin, ist bei mir der Groschen gefallen – das Geld ist bereits weg, und ich zahle trotzdem noch immer für meine Besitztümer.

Ich zahle mit meiner Aufmerksamkeit, denn jedes Ding in meinem Blickfeld lenkt mich ab, und ich zahle mit meiner Zeit, denn jedes Ding will organisiert, aufgeräumt oder repariert werden. Für Dinge, die ich nicht wirklich brauche, ist mir dieser Preis mit der Zeit zu hoch geworden.

Auf meinem Weg habe ich vermutlich jeden Ordnungs-Hack ausprobiert, und mir ein Etikettiergerät gekauft. (Spoiler: Das hat keine Probleme gelöst und ist mittlerweile wieder aussortiert)

Heute lebe ich mit meinem Mann und unseren zwei Töchtern in einer 80m²-Wohnung, die uns manchmal noch zu groß vorkommt. Mein größtes Learning, seit ich einen eigenen Haushalt führe, ist: Wenn Organisieren funktionieren würde, wäre ich längst organisiert. Aufräumen ist vorübergehend, Ausmisten ist für immer. Zu dieser Erkenntnis bringe ich die Paare, die ich seit 2024 als Minimalismus-Mentorin begleite.

Ruhiger, ausgemisteter Wohnraum mit wenigen Gegenständen

Meine Ausbildung

Inspiriert wurde mein Weg von Courtney Carver, Dawn alias "The Minimal Mom" und allen voran Joshua Becker, der seit 14 Jahren minimalistisch lebt, dessen Blog monatlich eine Million Leser:innen erreicht und der mehrere Bücher veröffentlicht hat. Anfang 2024 habe ich bei ihm die Ausbildung zur Professional Declutterer nach der Becker Method abgeschlossen, als erste Person in Österreich.

Ich bin überzeugt, dass 90% der Menschen in Österreich zu viel Zeug besitzt. Viele sehen darin kein Problem, manche erkennen es und schaffen das Aussortieren allein.

Und dann gibt es Paare, die etwas ändern wollen, aber gemeinsam nicht weiterkommen – weil ihre Standpunkte festgefahren sind, weil es an Zeit mangelt oder weil schon zu viele Anläufe gescheitert sind. Für sie bin ich da.